Hörbuch How I Met your Grandfather“ von Juliane Sophie Kayser

Heute werde ich euch im Rahmen der Hörbuchblogtour ein Hörbuch empfehlen. 

„How I met your Grandfather“ von Juliane Sophie Kayser.

Es handelt sich um eine außergewöhnliche Freundschaft. Einen älteren Herrn, der unglaublich viel ertragen musste, aber auch um das Thema Gott. 

Klappentext: 
Vor dem Kino drängten sich die Leute. Ich sah nicht, dass jemand hinter mir stand.Ich machte einen großen Schritt zurück und trat einem älteren Herrn voll Karacho und mit meinen schwarzen Stiefeln mit sechs Zentimeter hohen Absätzen auf den Fuß. Ich entschuldigte mich höflich und ging in den Kinosaal.Ich hatte ja nicht die leiseste Ahnung, dass dies der Beginn einer wunderbaren Freundschaft  sein sollte …

Einer wunderbaren und außergewöhnlichen Freundschaft . Immerhin lagen zwischen uns zweiundvierzig Jahre Altersunterschied, der Pazifische Ozean und die Frage, ob Gott  in Ausschwitz gestorben sei oder lebendig ist.

Ihr merkt schon, es handelt sich um eines der schlimmsten Ereignissen in der deutschen Geschichte. Ich lese gern Bücher,die dieses Thema behandeln und habe jedesmal Tränen in den Augen. 
Was bedeutet eigentlich „Gurs- Gedenkveranstaltung“  und worum geht es sich?
In dieser zentralen Gedenkveranstaltung gedachten verschiedene Vereine und Schulen sowie die Gemeinde Hoffenheim unter der Schirmherrschaft  des Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg, Stefan Mappus, der Deportation der badischen und pfälzischen Juden in das Internierungslager Gurs in Frankreich vor siebzig Jahren. Hier wurden ab 1940 vor allem Juden aus dem Südwesten Deutschlands hin verschleppt. So auch Menachem und Fred. Am 22.10.1940 wurden die elf und acht Jahre alten Brüder gemeinsam mit ihren Eltern und weiteren Verwandten nach Gurs deportiert. Nun erhielten sie siebzig Jahre später eine Einladung zu dieser Gedenkveranstaltung.Beide kamen dafür nach Deutschland geflogen, Menachem aus Jerusalem und Fred aus Florida. Menachem hielt in der Festhalle in Hoffenheim eine bewe-gende Rede.Dank des unglaublichen Muts, den es bedarf, und eines untrüglichen Mutterin-stinkts, beschloss Mathilde Mayer zusammen mit ihrem Mann Karl, ihre beiden Söhne aus dem Lager in ein französisches Waisenhaus in Aspet zu schmuggeln. So retteten sie Menachem und Fred das Leben.Daher schrieb die Mutter auch in einem Brief an die Söhne aus dem Lager Gurs: „Wir haben euch gern zurückgelassen”. Obwohl wir wissen, dass es ihr Mutterherz zerriss, schrieb sie den Söhnen diesen dem Leben zugewandten Satz.Sie selbst und ihr Mann Karl hatten keine Chance zu fliehen.Sie wurden nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.


Zu dem Hintergrund von „Schattenwasser Nahe“ schrieb Juliane Sophie Kayser folgendes:

Durch die Lektüre des Buchs „Die Mutter der Holocaust-Kinder: Irena Sendler und die geretteten Kinder aus dem Warschauer Ghetto” von der polnischen Journalistin Anna Mieszkowska bin ich auf meinen Stoff für diese Erzählung gestoßen.

Natürlich faszinierte mich der unglaubliche Mut und die Entschlossenheit der Irena Sendler, ihre Freiheit, ja sogar ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um zweitausendfünfhundert jüdische Kinder aus dem Warschauer Ghetto zu retten. 

Aber es war etwas anderes, was mir zum Schreibanlass wurde. In diesem Buch gibt es viele Quellen. Hier kommen die geretteten Kinder selbst zu Wort, in Briefen oder Tagebuchauszügen. Es war eine Stimme, die sich mir einbrannte und die mich nicht mehr losließ, sodass ich sie beständig weiterentwickeln musste.

Es war eine junge Frau, die schrieb in ihr Tagebuch an Irena Sendler gerichtet:

„Du warst so gut zu mir. Ich habe Dich gehasst für Dein Gutsein. Ständig hast Du versucht, mir meine Mutter zu ersetzen. Weißt Du denn nicht, dass man eine Mutter niemals ersetzen kann?”

Hier hatte ich meine Protagonistin gefunden …Ich freue mich, mit meiner Erzählung „Schattenwasser, Nahe“ ein kleines Puzzlestück dazu beizutragen, die Erinnerung an Irena Sendler wachzuhalten und ihrer mutigen Taten eingedenk zu sein.J.S.K.

Dem kann ich mich nur anschließen Irena Sendler ist eine der mutigsten Frauen des letzten Jahrhunderts für mich persönlich. 
Eigentlich sollten wir aus dem Bloggerteam Mainwunder, selbst über eine außergewöhnliche Freundschaft berichten.

Seitdem ich dies gelesen habe, dazu das Hörbuch gelauscht habe, fällt mir keine einzige Freundschaft ein, die nur annähernd auf solch eine Ebene stattgefunden hat. Vielleicht werde ich dies irgendwann noch erfahren.
Mein Fazit zum Hörbuch:

Die Vorlese Stimme: eine sehr angenehm und sympatisch.

Lesetempo: genau richtig.

musikalische Begleitung: etwas zu viel, für meinen Geschmack. Manchmal benötigen Worte einfach Stille. 
Es ist zwar ein sehr kurzes Hörbuch mit nur 59 Minuten, allerdings lässt es mich seit Tagen nicht los. Immer wieder hallt es in mir nach.
Ich bedanke mich bei Juliane Sophie Keyser, sowie bei Mainwunder das ich ein Teil der Tour sein dürfte.


2 Gedanken zu “Hörbuch How I Met your Grandfather“ von Juliane Sophie Kayser

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