Historisches Fechten 


In dem historischen Roman „Der Schwur der Schlange“ von Barbara Drucker, wird gefechtet was das Zeug hält. Und dies nicht nur mit Worten 😉.

Der Machese ist ein Meister des Degens.

Doch was ist historisches Fechten eigentlich? 

Wenn ich an Schwertkämpfe denke, stelle ich mir in erster Linie die Highlands vor, gut aussehende Schotten…. Ähm ja 😀

Oder eben „die Musketiere“. 

Aber historisches Fechten ist so viel mehr.

Es gibt z.B. aus den entsprechenden Epochen noch 55 schriftliche Originalquellen aus dem  deutschen Bereich , die sogenannten „Fechtbücher“. In diesen Büchern werden von unseren Vorfahren, teilweise bebildet, die Kampfkunst beschrieben.

In dieser Fechtanleitung wird sich u.a. auf Johannes Liechtenauer berufen, einen Fechtmeister des 14.Jahrhunderts. Damals war es noch nicht üblich Bücher zu schreiben. So wurde es mündlich in Form von Gedichten weiter getragen. Erst die Fechtmeister der folgenden Generationen schrieben seine Reime als sogenannte „Zedel“ auf und versahen sie mit eigenen Anmerkungen.

Also Fechten besteht nicht nur aus Praxis, sondern es gehört auch eine Menge Theorie dazu.
Ich kann euch die Seite http://www.zornhau.de nur ans Herz legen. Es gibt dort viele gut erklärte Informationen, die hier meinen Rahmen sprengen würden. Schaut doch auch mal dort vorbei. 

Da das Thema wirklich sehr komplex ist, werde ich euch nun die Lieblings Waffe des Merchese näher bringen.

Der Degen wird auch Hofdegen, Galadegen, Galanteriedegen und Small Sword genannt.

In der Barockzeit entwickelte sich diese zivile Waffe.

Sie entstand ursprünglich in der Mitte des 17. Jahrhundert in Frankreich und England. 

Dort löste es allmählich das Rapier ab.

Während der Barock- und Rokokozeit verbreitete es sich in ganz Europa.

Das Smallsword wurde im deutschen Sprachgebrauch „Galanieriedegen“ genannt, weil es zu Garderobe gehörte.

Später dann „Hofdegen“ genannt, da sie nur noch zu festlichen Anlässen und hauptsächlich von Vertretern des Adels bei Hofe getragen wurden.

Im französischem Bereich hieß es „ Epée du Court“. 

Doch warum nur bei Hofe oder im Adel?

Zur damaligen Zeit gab es ein starkes Bevölkerungswachstum, vor allem in der Unterschicht. Woraufhin der Adel sich immer mehr unter ihres Gleichen zurück zog.

Somit brauchte man eine leichte, zierliche Waffe. Der Hofdegen löste so, das Rapier ab.

Der Hofdegen, galt noch bis ins 19.Jahrhunder als Statussymbol.

Mit einer üblichen Länge von 85 – 105 cm und einem Gewicht von 500 bis 900 g eine leichte handliche Waffe.

Der Griff, ist oftmals verziert und wurde sichtbar getragen. Die Klinge, hat einen sechseckigen, diamantenförmigen oder dreickigen Querschnitt, der die Anforderungen und Bruchfestigkeit der Klinge entgegen kommt.

Diese leichte Waffe ermöglicht eine sehr schnelle Handhabung, bei der die Direkte Stoßbewegungen viel effektiver als Hiebe sind.

Zu gern wäre ich einmal bei einem Kampf des Marchese dabei gewesen. 

Barbara Drucker besuchte sogar eine Fechtschule um den Merchese zum Fechtmeister zu machen. 

Ich hoffe das ihr einen kleinen Eindruck in die Welt des historischen Fechten gewinnen konntet.

Meine Quellen zu diesem Thema:  https://fechtenpassau.wordpress http://www.zornhau.de


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s